Ich habe mal einen interessanten Artikel aus der MAZ gefischt der unseren FK nicht besonders gut dar stehen lässt.
Feuer frei für Diskusionen
"Fußballkreis Westhavelland nicht auf der Höhe der Zeit
WESTHAVELLAND - Eine schallende Ohrfeige für den Fußballkreis Westhavelland war das jüngst ausgesprochene Urteil des Sportgerichtes des Fußball-Landesverbandes. In dem Verfahren ging es um die Berufung des SV Ziesar 31 gegen ein Urteil des Kreissportgerichtes. Zur Verhandlung stand das nicht angepfiffene Punktspiel zwischen Einheit Bamme und SV Ziesar 31 II in der 2. Kreisklasse. Die Ziesaraner reisten mit nur sieben einsatzfähigen Spielern zum vorletzten Punktspiel der letzten Saison nach Bamme. Laut Spielordnung waren die Ziesaraner somit spielfähig, was der Schiedsrichter vor Ort jedoch anders sah. Er pfiff das Spiel nicht an und die Angelegenheit landete vor dem Kreissportgericht. Keiner der anwesenden Sportrichter schien aber einen Blick in die Spielordnung und den Spielberichtsbogen gemacht zu haben. Kurz und bündig wurden die Ziesaraner mit einer Strafe von fast 200 Euro belegt. Der SV Ziesar 31 ging in die Berufung und der Fall landete jetzt vor dem Landessportgericht. In der Beweisaufnahme konnten die 31-er ihr regelkonformes Verhalten anhand schriftlicher Unterlagen nachweisen. Die Behauptung des Vorsitzenden des Kreissportgerichtes keine entlastenden Unterlagen von Ziesar erhalten zu haben, wurde vom Landessportgericht vom Tisch gefegt. Nachweislich von Ziesar und vom Staffelleiter lagen die Unterlagen dem Kreissportgericht rechtzeitig vor.
Der Staffelleiter bestätigte auf Nachfrage des Landessportgerichtes diesen Punkt. Somit wurde der Berufung stattgegeben. Die festgesetzte Geldstrafe wurde aufgehoben und die Partie mit null Punkten und 0:0-Toren gewertet. Die Verfahrenskosten für die Verhandlungen beim Kreis- und beim Landessportgericht muss nun der Fußballkreis Westhavelland tragen. Bekanntlich finanziert sich ja der Fußballkreis hauptsächlich aus Vereinsbeiträgen, so dass dann doch wieder alle Vereine zur Kasse gebeten wurden.
Richtungweisend waren jedoch weitere Punkte in der Urteilsbegründung. So wurde dem Fußballkreis dringend empfohlen seine Kommunikation innerhalb der Verbandsstrukturen zu verbessern. Sich nur auf eine E-Mail zu verlassen, wurde kritisch bewertet. Man kann das auch als Aufforderung zum persönlichen Dialog verstehen. Das Landessportgericht empfahl dem Fußballkreis Westhavelland außerdem dieses Urteil in den entsprechenden Gremien auszuwerten.
Weder in der letzten Vorstandssitzung, noch bei der jüngsten Schiedsrichterberatung wurden die Schlussfolgerungen aus diesem Urteil diskutiert. Und auch der Vorsitzende des Kreissportgerichtes schweigt trotz schriftlicher Nachfrage beharrlich zu diesem Thema. Da vom Pressesprecher des Fußballkreises ebenfalls nichts zu vernehmen war, setzt sich die Sprachlosigkeit zu heiklen Themen im Fußballkreis fort. (Von Heimo Ludwig)"